Literacy-Bereich 3

Forschung, Entwicklung und Innovation

Im digitalen Zeitalter wird der Zugang zu Informationen in verschiedenen Formaten immer einfacher. Gleichzeitig eröffnen digitale Werkzeuge und Techniken neue Möglichkeiten für die Erhebung, Erstellung, Verarbeitung und Verbreitung von Daten und Informationen.

Digitale Kompetenz in diesem Bereich bedeutet, die Werkzeuge und Techniken zu kennen und zu beherrschen, mit deren Hilfe digitale Produkte in guter Qualität geschaffen werden können (Inhalte in verschiedenen Medien, Anweisungen an Maschinen in Form von Prompts, Skripten oder Programmen usw.).

Digitale Kompetenz in Forschung und Innovation bedeutet auch, Technologie kreativ zu nutzen, um neue Forschungsansätze zu gestalten und Innovationen voranzutreiben. Insbesondere ermöglichen digitale und insbesondere KI-basierte Werkzeuge eine Automatisierung von vielen Aufgaben, darunter die Erarbeitung von Inhalten, die Datenanalyse und die Programmierung. Die Digitalisierung macht ausserdem die Zusammenarbeit ortsunabhängig und eröffnet dadurch neue Möglichkeiten für kollektive und partizipative Ansätze (z. B. Open Science, Citizen Science, Open Innovation).


Auf Ebene der konkreten Skills ist Forschungs- und Problemlösungskompetenz die Fähigkeit,

  • digital verfügbare Evidenz zu finden und zu nutzen, um Probleme zu lösen und Fragen zu beantworten
  • neue Evidenz zu sammeln, zusammenzustellen, zu bewerten, zu analysieren und zu interpretieren, einschliesslich unter Einsatz KI-gestützter Tools
  • Evidenz und Erkenntnisse mithilfe digitaler Methoden und Werkzeuge unter Berücksichtigung der akademischen Integrität und des Datenschutzes zu teilen und verbreiten.

Zur Kompetenz in Entwicklung und Gestaltung gehört die Fähigkeit,

  • digitale Inhalte wie Texte, Bilder, Audio und Videomaterial oder Code (z. B. Webseiten, Skripte, Apps) zu erstellen und zu bearbeiten
  • geeignete Werkzeuge – einschliesslich KI-basierte Tools – einzusetzen, um Inhalte (Text, Code, Grafik, Audio, Video, Animation) zu erstellen und zu bearbeiten,
  • bei der Produktion digitaler Inhalte auf technische und intellektuelle Barrierefreiheit zu achten.

Digitale Innovationskompetenz ist die Fähigkeit,

  • digitale Technologien bei der Entwicklung neuer Ideen und Projekte einzusetzen
  • die Chancen und Risiken neuer digitaler Anwendungen (einschliesslich generativer KI) sowohl auf persönlicher als auch auf kollektiver Ebene zu analysieren und zu bewerten
  • digitale Technologien in verschiedenen Kontexten zu integrieren und weiter zu entwickeln
  • Innovation und Projektmanagement in digitalen Umgebungen zu verstehen und anzuwenden.
Bild Kompetenzrahmen

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