Literacy-Bereich 2

Informations-, Daten- und Medienkompetenz

Kompetenz in digitaler Information, Daten und Medien ist die Fähigkeit, Informationen und Daten in verschiedenen Formaten zu finden, auszuwerten, zu organisieren, zu nutzen und dauerhaft zu speichern, um Fragen zu beantworten, Probleme zu lösen und Wissen zu erwerben.

Im Kontext der Digitalisierung können Rohdaten als Aufzeichnungen von Ereignissen aus der realen Welt definiert werden, die mit digitalen Geräten erfasst und gespeichert werden. Durch Analyse und Interpretation der Rohdaten wird Information generiert. So entsteht eine Neu-Beschreibung, die der menschlichen Kommunikation dienen kann. Informationen können in verschiedenen Formaten vorliegen, wie z. B. Nachrichtenartikel, Dokumentarfilme, Bilderbücher oder Podcasts.

Im Zeitalter der digitalen Multimedien sinken die Kosten für die Produktion und Verbreitung von Daten und Informationen. Infolgedessen nimmt die Menge der frei zugänglichen Informationen zu, aber ihre Gesamtqualität variiert stärker. Folglich wird die Fähigkeit, die Vertrauenswürdigkeit von Daten und Informationen in verschiedenen Formaten zu bewerten, immer wichtiger.

In Bezug auf Daten ist es wichtig, zu verstehen, wie Daten und Informationen im beruflichen und öffentlichen Leben verwendet werden und wie personenbezogene Daten gesammelt und verwendet werden können. Auch ein Überblick über die wichtigsten rechtlichen, ethischen und Sicherheitsrichtlinien bei der Datenerhebung und -nutzung ist wesentlich. Zudem ist ein grundlegendes Verständnis der Funktionsweise von Algorithmen hilfreich.


In der Praxis ist Informationskompetenz die Fähigkeit,

  • digitale Informationen zu finden, zu bewerten, zu verwalten, zu pflegen, zu organisieren und zu teilen;
  • digitale Informationen für akademische und berufliche Zwecke zu interpretieren;
  • digitale Informationen in verschiedenen Umgebungen zu überprüfen, zu analysieren und wiederzugeben;
  • Informationen bezüglich Herkunft, Relevanz, Wert und Glaubwürdigkeit kritisch zu bewerten;
  • digitale Werke in verschiedenen Kontexten mit korrekten Quellenangaben zu versehen, in Berücksichtigung des Urheberrechts und offener Lizenzen wie z. B. Creative Commons.


In der Praxis ist Datenkompetenz die Fähigkeit,

  • digitale Daten in Tabellen, Datenbanken oder anderen Formaten zu sammeln, zu verwalten, auf sie zuzugreifen und sie zu nutzen;
  • Daten mittels Abfragen, Datenanalysen und Berichten zu interpretieren;
  • all dies unter Beachtung der Sicherheit personenbezogener Daten.


In der Praxis ist Medienkompetenz die Fähigkeit,

  • Informationen in einer Reihe von Medien (Text, Grafik, Audio, Video, Animation) kritisch zu empfangen und darauf zu reagieren;
  • mit Medien zu arbeiten, sie abzuändern und für eigene Zwecke wiederzuverwenden, unter Berücksichtigung der Urheberrechte;
  • Medienbotschaften im Hinblick auf ihre Herkunft und ihren Zweck kritisch zu bewerten;
  • digitale Medien als soziales, politisches und pädagogisches Werkzeug zu verstehen.

 

Kompetenzrahmen Deutsch

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Rechtliche Hinweise

Die oben stehende Beschreibung der genannten Kompetenz ist eine Adaption des «Digital Capabilities Framework» der Britischen Organisation JISC. Die Adaption wurde vom Team Bildungstechnologien der Universität Basel im Rahmen des Projekts «Digital Literacies» realisiert.

Der Text steht unter der Creative-Commons-Lizenz «Attribution-Non-Commercial-ShareAlike» (CC BY-NC-SA). Mehr Information erhalten Sie auf der Website der Creative Commons Foundation.